Theaterpädagogik verbindet als ästhetische Praxis Kunst und Leben, wobei  die künstlerisch handelnde Persönlichkeit, deren Ideen und Ausdrucksmöglichkeiten im Mittelpunkt stehen. Im Gruppenzusammenhang entwickelt sich ein Prozess, der künstlerische, soziale und persönliche Kompetenzen anspricht und den Ausbau derselben begünstigt.

Gesellschaftliche Bereiche wie Bildung, Wirtschaft und Kultur kennen das Bedürfnis nach ungewöhnlichen Erfahrungsräumen, in denen spielende und schöpferische Qualitäten zum Zuge kommen, da zahlreiche Probleme sich nicht schematisch lösen lassen und nur der Mensch, der all seine Fähigkeiten anzuwenden versteht, dazu in der Lage ist, sein Umfeld zu gestalten, spontan auf unbekannte Situationen zu reagieren und situativ Entscheidungen zu treffen.

Theatrale Prozesse beantworten zunehmend diese Bedürfnisse.

Im Verlauf einer theatralen Arbeitssequenz lernen alle Beteiligten, sich innerhalb stetiger Veränderung und unkalkulierbarer Ereignisse zu bewegen- Bedingungen, die für künstlerische Vollzüge konstituierend sind und experiminentell Persönlichkeitsentwicklung, Leitungskompetenz und erfolgreiche Veränderungsprozesse ermöglichen.